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Der Bild zeigt ein Tal mit einer Almfläche und Almgebäuden. Zu beiden Seiten ragen Berge mit Felswände bewaldeten Hängen auf. Über das Tal blickt man hinaus auf Bergpanorama in der Ferne.
Rotwandstock im Mangfallgebirge. Bildnachweis: Gebietsbetreuung Mangfallgebirge

Mangfallgebirge

 

Regierungsbezirk: Oberbayern
Gebietsbezeichnung: FFH-Gebiet 8336-371 „Mangfallgebirge“
Gebietsgröße:

14.916 ha

• Blütenreiche Almjuwele und urwüchsige Bergwälder
• Orchideenreiche Feuchtwiesen und intakte Moore
• Seltene Vogelarten wie Birkhuhn, Auerhuhn und Steinadler
• Über 1400 Tier- und 2000 Pflanzenarten

Kurzbeschreibung Mangfallgebirge

Das Mangfallgebirge südlich des Schliersees und Tegernsees hat viele Naturjuwelen zu bieten. Dieser Voralpen-Gebirgsstock beherbergt über 1400 Tier- und 2000 Pflanzenarten. Dies ist der besonderen Vielfalt an seltenen Lebensräumen zu verdanken. Aufgrund der geologischen Besonderheit der Region (tektonische Hebungs- und Senkungsvorgänge während der Alpenauffaltung, eisfreie Gipfelregionen während der letzten Eiszeit) hat sich eine außergewöhnlich hohe Artenvielfalt entwickelt mit zahlreichen botanischen Besonderheiten wie beispielsweise im Rotwandgebiet. Einzelne felsige Gipfelregionen überragen die Latschenzone und strukturreiche Almweiden, welche seltenen Vogelarten wie dem Birkhuhn einen Rückzugsraum bieten. Die lichten Bergwälder und Almweiden beherbergen weitere Vogelarten, die an das raue Klima des Gebirges angepasst sind. In den Talböden befinden sich Feuchtwiesen und Moore sowie Buckelweiden, welche neben floristischen Raritäten auch seltene Schmetterlinge aufweisen können. Durch diese Alpenlandschaft ziehen sich Gebirgsbäche in Schluchten und Gräben wie Lebensadern und stellen eine wichtige Verbindung der Bergregionen über Weißach, Mangfall und Leitzach ins Alpenvorland und letztlich zum Inn dar.

Besonderheiten Mangfallgebirge

Raufußhühner wie Birkhuhn (Latschenzone), Auerhuhn (lichter Nadelwald) und Haselhuhn (Bergmischwald)
Sehr seltene Spechtarten wie Weißrückenspecht (Laubmischwald) und Dreizehenspecht (natürlicher Fichtenwald)
Brutpaare von Steinadler, Wanderfalken und Uhu
Typische Alpenvögel wie Mauerläufer, Alpenbraunelle, Zitronengirlitz, Felsenschwalbe und Ringdrossel
Botanische Raritäten wie Strauß-Glockenblume und Schwarzes Kohlröschen
Seltene Orchideen wie Gelber Frauenschuh, Fliegenragwurz, Grüne Hohlzunge und blassgelbes Knabenkraut
sehr wertvolles Vorkommen des Kriechenden Sellerie
sehr seltene Schmetterlinge wie Randring-Perlmuttfalter, Goldener Scheckenfalter und Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling
Auf dem Foto ist ein Auerhahn im Schnee zu sehen. Die Federn des Vogels sind schwarz mit weißen Schwanzfedern und rotem Kopf.
Birkhahn im Winter. Bildnachweis: H. Werth

Natura 2000 hautnah erleben – Ausflugsziele Mangfallgebirge

Das Foto zeigt eine bewaldete Bergkette. Am Fuß der Berge befindet sich eine Ortschaft zwischen Bäumen und grünen Wiesen.
Wallberg-Risserkogelkamm mit dem Bergsteigerdorf Kreuth im Vordergrund. Bildnachweis: Florian Bossert, Gebietsbetreuung Mangfallgebirge

Lohnende Ausflugsziele im Gebiet
(Naturerlebnis, Umweltbildung, aktives Naturerlebnis)

• Wanderung im Rotwandgebiet mit beeindruckendem Alpenpanorama und einzigartiger Geologie, Pflanzenwelt (Bitte Rücksicht nehmen auf seltene Vogelarten, wie das vom Aussterben bedrohte Birkhuhn)

• Wanderungen rund um das Bergsteigerdorf Kreuth und entlang der Hofbauernweißach bei Wildbad Kreuth mit Wildflußlandschaft und seltenen Orchideen

• Rundwanderweg im Suttengebiet (Infotafeln) mit orchideenreichen Feuchtwiesen und unterschiedlichen Moortypen

• Bodenerlebnispfad Schwarzenbachtal und Alpenlehrpfad Wallberg mit Infotafeln bei Kreuth

• Naturführungen der Gebietsbetreuung Mangfallgebirge

Wanderwege und Karten

Mit der Bayerischen Oberlandbahn nach Tegernsee, Schliersee oder Bayrischzell.
Mit dem Bergsteigerbus z.B. nach Kreuth, Sutten oder zum Spitzingsee.

Weiterführende Links

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