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Natura 2000 für Interessens- und Verbandsvertreter

Warum sollte ich mich mit Natura 2000 beschäftigen?

Die Naturvielfalt Bayerns und deren Erhaltung als Lebensgrundlage für die künftigen Generationen bewegt die Menschen in Bayern. Natura 2000 entstand vor über 25 Jahren als europäisches Projekt im Zuge des Weltgipfels von Rio de Janeiro. Es ist das wichtigste Naturschutzinstrument in der europäischen Union und hat als ein einzigartiges ökologisches Netz das Ziel, unser wertvolles Naturkapital zu erhalten.

– Natura 2000 gewährleistet, dass die schönsten bayerischen Landschaften mit ihrer Vielfalt erhalten bleiben und dabei auch nachhaltig bewirtschaftet oder gepflegt werden.

– Natura 2000-Gebiete bieten Erholung und Naturgenuss und das ökologische Netz schützt somit unser attraktives Lebensumfeld.

– Die Gebiete schützen die Vielfalt des Lebens. Das weltweit größte Naturschutzprojekt bewahrt unsere bayerische Landschaft, unsere Tier- und Pflanzenvielfalt. Dadurch konnten bereits viele kleine und große Erfolge erreicht werden.

Gefährdete Arten wie das Rebhuhn sind auf extensives Grünland angewiesen. Josef Limberger/Piclease

Welchen Nutzen hat Natura 2000 für mich?

– Ökosystemleistungen, die Natura 2000-Gebiete bereitstellen, sind ein immenser Wert für unsere Gesellschaft: sauberes Wasser, gereinigte Luft, Insektenbestäubung von Nutz- und Wildpflanzen, Minderung des Hochwasserrisikos durch natürliche Flussauen und verringerte Bodenerosion.

– Das Schutzgebietsnetz sorgt nicht nur dafür, dass wir uns in der Natur wohlfühlen können, sondern ermöglicht auch den nachfolgenden Generationen, Artenvielfalt zu erleben.

– Die Schutzbemühungen tragen bereits Früchte: Viele Tier- und Pflanzenarten profitierten von den Maßnahmen der letzten Jahre und bleiben für uns in Bayern erhalten.

Orangefarbener Flockenblumen-Scheckenfalter sitzt auf einer Blüte
Natura 2000 ist das weltweit größte Projekt zum Schutz der biologischen Vielfalt.

Was kann ich beitragen?

– Gesellschaftliches Engagement und gemeinschaftliche Initiativen sind unverzichtbare Pfeiler des Naturschutzes und der Umsetzung von Natura 2000.

– Kommunikation und Austausch mit Vereinen, Verbänden und bürgerschaftlichen Gruppierungen ist eine wesentliche Stütze für die gesellschaftliche Verankerung von Natura 2000.

– In einer EU-weiten Studie stimmten 76 Prozent der Befragten darin überein, dass der Biodiversitätsverlust gestoppt werden muss und wir eine Verantwortung gegenüber der Natur haben. Diesen breiten Konsens können Sie als Verbands- und Interessensvertreter in Ihrem Tätigkeitsbereich weitertragen und damit das Bewusstsein um das europäische Schutzgebietsnetz zu schärfen.

– Das Engagement von Vereinen und Verbänden für Natura 2000 ist überall in Bayern vorhanden. Jugend- undNaturschutzgruppen beispielsweise pflegen artenreiche Wiesenhänge, Waldgenossenschaften fördern und verbessern Auerwild-Lebensräume. Landwirtschaftsvertreter, Maschinenringe und Landschaftspflegeverbände kümmern sich um Wiesenbrüter, Moore und Streuwiesen.

Einzigartige Pflanzenarten in bewahrenswerten Lebensräumen - Blaue Schwertlilie. Bildautor: iStock, Wingmar.

Natura 2000 für…

Die ehemalige Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf hält eine Festansprache am Natura 2000-Gipfel in Schloss Nymphenburg am 29. Januar 2018.

die mit ihren Netzwerken, Zielen und ihrem Engagement die Umsetzung von Natura 2000 begleiten.

Ein Landwirt hat einen Salat in der Hand. Im Hintergrund sind Hühner zu sehen.

die wirtschaftliche Interessen und die Ziele von Natura 2000 gleichermaßen im Blick haben.

Regierungspräsidentin Bettina Brunner hält einen Vortrag bei der ersten PAG-Sitzung im Herbst 2017. Im Hintergrund weitere Teilnehmer.

die Natura 2000 auch in Abwägung mit anderen Interessen vertreten und den Mehrwert schätzen.

Prof. Dr. Harald Lesch hält einen Vortrag am 1. Bayerischen Natura 2000-Gipfel am 29. Januar 2018 in Schloss Nymphenburg.

die für ein positives Image von Natura 2000 eine Schlüsselrolle spielen und die Natur hautnah erleben.

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