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Natura 2000 für Grundeigentümer und Bewirtschafter

Warum sollte ich mich mit Natura 2000 beschäftigen?

Im ökologischen Netz Natura 2000 sind die vielfältigsten und attraktivsten Landschaften Bayerns enthalten. Viele der heute schutzbedürftigen Landschaften sind durch menschliche Nutzung entstanden: kleinteilige Kulturlandschaften ebenso wie weitläufige Wiesenauen, Wälder mit alten Eichen oder die blumenbunten Mäh- und Streuwiesen. All diese Landschaften machen den besonderen Reiz Bayerns aus.

– Sie als Land- und Forstwirt sind bei der Umsetzung von Natura 2000 ein besonders wichtiger Partner. Ihr spezielles Wissen über die Flächenbewirtschaftung und -pflege ist unverzichtbar.

– Nur eine nachhaltige Bewirtschaftung und fachgerechte Pflege sichern unser Naturkapital und unser europäisches Naturerbe.

Buchenwald im Herbst.
Herbstlicher Buchenwald (Bild: Hans Glader / Piclease).

Welchen Nutzen hat Natura 2000 für mich?

Durch finanzielle Förderangebote können Sie als Land- und Forstwirte direkt von Natura 2000 profitieren. Für eine Natura 2000-orientierte land- und forstwirtschaftliche Nutzung, Flächenpflege oder spezielle Umsetzungsmaßnahmen wurden im Jahr 2017 in Natura 2000-Gebieten über 31 Millionen Euro durch Naturschutzförderprogramme zur Verfügung gestellt.

– Über 50 Prozent der Vertragsnaturschutzflächen liegen in Natura 2000-Gebieten. Dies belegt das Engagement und die Kooperation durch Land- und Forstwirtschaft.

– Durch aktive Mitarbeit bei der Umsetzung von Natura 2000 tragen Sie als Landwirt und Waldbewirtschafter dazu bei, bayerische Landschaften zu schützen und unsere Heimat zu erhalten.

Eine bunte Wiese mit blauem Himmel.
Lohn naturnaher Bewirtschaftung: bunte, vielfältige Wiesen (Bild: Harald Farkaschovsky).

Was kann ich beitragen?

Die Umsetzung von Natura 2000 ist erfolgreich, wenn alle Beteiligten im engen Dialog zusammenarbeiten. So werden aus Eigentümern, Landwirten, Waldbewirtschaftern, Naturschützern und Verbänden Natura 2000-Partner mit gemeinsamen Zielen. Erfolgreiche Beispiele aus allen Teilen Bayerns belegen dies. Bei der Maßnahmenumsetzung in Natura 2000-Gebieten gilt für private Eigentümer und Bewirtschafter das Prinzip der Freiwilligkeit und Kooperation.

– Zur aktiven Mitarbeit gibt es vielfältige Möglichkeiten, beispielsweise die Anpassung von Mahdterminen bei der Grünlandpflege. Dies trägt aktiv zum Schutz von Schmetterlingsarten bei, zum Beispiel der gefährdeten Wiesenknopf-Ameisenbläulinge.

– Auch durch das Engagement der Landwirte konnte die Wiesenweihenpopulation in Bayern über einen Zeitraum von 20 Jahren von zwei Brutpaaren auf über 200 gesteigert werden – dies ist einmalig in Deutschland.

– Sie als Eigentümer und Bewirtschafter können sich am Runden Tisch zu Natura 2000-Gebieten direkt an der Planung und Umsetzung von Erhaltungsmaßnahmen beteiligen.

Ein Traktor auf einem Feld. Hier wird gemäht.
Fachgerechte Pflege von Flachland-Mähwiesen (Bild: Florian Wetzel / ANL)

Natura 2000 für…

Die ehemalige Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf hält eine Festansprache am Natura 2000-Gipfel in Schloss Nymphenburg am 29. Januar 2018.

die mit ihren Netzwerken, Zielen und ihrem Engagement die Umsetzung von Natura 2000 begleiten.

Ein Landwirt hat einen Salat in der Hand. Im Hintergrund sind Hühner zu sehen.

die wirtschaftliche Interessen und die Ziele von Natura 2000 gleichermaßen im Blick haben.

Regierungspräsidentin Bettina Brunner hält einen Vortrag bei der ersten PAG-Sitzung im Herbst 2017. Im Hintergrund weitere Teilnehmer.

die Natura 2000 auch in Abwägung mit anderen Interessen vertreten und den Mehrwert schätzen.

Prof. Dr. Harald Lesch hält einen Vortrag am 1. Bayerischen Natura 2000-Gipfel am 29. Januar 2018 in Schloss Nymphenburg.

die für ein positives Image von Natura 2000 eine Schlüsselrolle spielen und die Natur hautnah erleben.

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