Grünland Spessart – Weidefleisch

Grünland Spessart – Weidefleisch

von 03 Februar, 2021 0
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Verschiedene rohe Fleischstücke auf Tellern angerichtet darüber das Logo von Grünland Spessart.
Weidefleisch aus dem Spessart – Da ist draußen drin (Bild: Grünland Spessart e.V.).

Bei „Grünland Spessart“ haben sich ErzeugerInnen, Metzgereien und GastronomInnen aus dem Spessart zusammengeschlossen, um gemeinsam Fleisch- und Wurstwaren aus regionaler Weidehaltung zu vermarkten.

Die 2011 gegründete Kooperative vermarktet ausschließlich Tiere, die im Naturpark Spessart geboren und aufgewachsen sind. Die ErzeugerInnen betreiben in den Sommermonaten extensive Weidehaltung und erhalten die Heuwiesen des Spessarts. Die Schafe, Ziegen, Rinder und Wasserbüffel werden artgerecht gehalten und entwickeln eine besonders gute Fleischqualität. Die Weidetiere erhalten auf natürliche Weise die Grünlandbiotope in der Kulturlandschaft. Dabei wird Humus aufgebaut, der Kohlendioxid langfristig bindet. Auf den extensiv genutzten Weiden finden zahlreiche, zum Teil sehr seltene, Tiere und Pflanzen einen Lebensraum.

Das Winterfutter kommt von den eigenen bzw. regionalen Mähwiesen. Auch diese werden weitgehend extensiv genutzt und sind entsprechend artenreich.  Lange Transportwege werden vermieden und die heimische Kreislaufwirtschaft gestärkt. Mit diesem Konzept der ganzheitlichen Regionalität leistet Grünland Spessart einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz unter dem Motto „Da ist draußen drin“.

Die Produkte können als Fleischpakete à 10 kg über den Grünland Spessart Online-Shop erworben werden. Einzelne Fleischstücke sind bei der Metzgerei Häuser in Aschaffenburg und in einzelnen Verkaufsaktionen bei EDEKA Südwest erhältlich.

Informationen zum Natura 2000-Gebiet, aus dem die Produkte kommen

Regierungsbezirk: Unterfranken
Name: Hochspessart“, „Sinngrund“ und „Lohrbach- und Aubachtal“
Gebietsgröße: 17.508 ha, 414 ha, 365 ha
Besonderheit: Artenreiche Bachtäler und Rodungsinseln (nur „Hochspessart“)

Das FFH-Gebiet „Lohrbach- und Aubachtal“ ist neben den klaren, von Erlen gesäumten Bachläufen besonders durch die Strukturen ehemaliger Wässerwiesen geprägt. Hier finden sich vielfältige Übergänge von artenreichen Flachlandmähwiesen bis zu Feucht- und Nasswiesen.

Das FFH-Gebiet „Hochspessart“ ist durch seinen hohen Laubwaldanteil mit teils Jahrhunderte alten Buchen und Eichenbeständen geprägt. Unter den Offenlandlebensräumen ist das Hafenlohrtal mit den sandsteingeprägten Gewässern und den ehemaligen Wässerwiesen naturschutzfachlich besonders hervorzuheben.

Das Bachtal des FFH-Gebiets „Sinngrund“ ist für seine durch ehemalige Wiesenbewässerung entstandenen feuchten Grünländer mit großen Vorkommen der Schachblume bekannt.

Eine große rotviolette glockenförmige Blüte an einem langen dünnen Stiel.
Besonderheit des Sinngrunds: Die seltene und gefährdete Schachblume (Bild: Torsten Ruf).
Braunweiße Kühe auf einer grünen Weide umgeben von Laubbäumen.
Artgerechte Weidehaltung - hier fühlen sich die Rinder sichtlich wohl (Bild: Charlotte Störch).
Wasserbüffel baden in einer Suhle.
Manche mögen's feucht - zum Beispiel die Wasserbüffel im Hafenlohrtal (Bild: Julian Bruhn).

Besonderheiten des Gebiets

In den artenreichen Talsystemen der FFH-Gebiete „Hochspessart“, „Sinngrund“, „Lohrbach- und Aubachtal“ liegen zahlreiche Weide- und Mähflächen der Partnerbetriebe. Im FFH-Gebiet „Hochspessart“ haben zudem Rodungsinseln eine hohe Bedeutung. Die Gebiete liegen allesamt im Naturpark Spessart. Die FFH-Lebensraumtypen Magere Flachland-Mähwiesen, Feuchte Hochstaudenfluren, Erlen-Eschen und Weichholzauenwälder sowie Fließgewässer mit flutender Wasservegetation sind für die Bachtäler prägend. Heller und Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling sind hier weit verbreitet. Das FFH-Gebiet „Hochspessart“ hat einen Waldanteil von 85 % und ist 17.508 ha groß. Es liegt innerhalb der Landkreise Aschaffenburg, Miltenberg und Main-Spessart. Die anderen beiden FFH-Gebiete umfassen Bachtalsysteme. Das FFH-Gebiet „Sinngrund“ hat eine Größe von 414 ha und liegt in den Landkreisen Main-Spessart und Bad Kissingen. Das FFH-Gebiet „Lohrbach- und Aubachtal“ erstreckt sich mit einer Größe von 365 ha über die Landkreise Aschaffenburg und Main-Spessart.

Das Landschaftsbild der Bachtäler wurde über Jahrhunderte von Wehranlagen, Kanälen, Gräben und vor allem Rückenwiesen geprägt, welche zur systematischen Wiesenbewässerung angelegt wurden. Die Wiesenbewässerung diente der Steigerung des Heu- und Grünfutterertrags. Sie ist seit 1453 im Spessart belegt und war bis Mitte des 20. Jhd. in den Bachtälern noch weit verbreitet. Auf diesen Wiesen findet man heute zahlreiche gefährdete und seltene Arten wie die Schachblume, Ameisenbläulinge und das Breitblättrige Knabenkraut. Diese Arten werden durch die extensive Bewirtschaftung in Form von Mahd und Beweidung erhalten bzw.  gefördert. Hier leisten die Mitglieder von Grünland Spessart e.V. einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der der Lebensräume und der Artenvielfalt.

Bezugsmöglichkeiten für Produkte, weitergehende Links/Informationen

Konsumenten können die Arbeit von Grünland Spessart unterstützen und regionale Fleisch- und Wurstspezialitäten aus dem Naturpark Spessart beziehen:

Weitere Informationen und Bezugsadressen zu Grünland Spessart gibt es auf der Webseite https://gruenland-spessart.de/

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