Nageler Frühlingswildkräutersalz – Würze aus dem Fichtelgebirge

Nageler Frühlingswildkräutersalz – Würze aus dem Fichtelgebirge

von 04 September, 2020 0
Print Friendly, PDF & Email
Kräutersalz in einem Glas mit rotem Etikett.
Nageler Frühlingswildkräutersalz von Kräuterfrau Karin Schröter. Die Frühlingskräuter wurden im privaten Garten sowie auf den artenreichen Wiesen rund um Nagel gesammelt (Bild: Kristina Schröter).

Kräutersalz aus frischen Frühlingskräutern die mit dem Salz vermengt und dann getrocknet wurden, hergestellt von Kräuterfrau Karin Schröter im Kräuterdorf Nagel. Durch diese Herstellungsmethode entsteht ein einzigartiger Geschmack. Dieses Salz ist ein regionales Produkt welches nur im Kräuterdorf Nagel erworben werden kann. Die Mischung aus Bärlauch, Giersch, Löwenzahn, Pimpernelle, Knoblauchsrauke und Vogelmiere liefert neue Energie nach der Winterruhe.

Die nachhaltige Nutzung der Wildkräuter fördert die Wertschätzung und dadurch den Erhalt der extensiven artenreichen Wiesen, auf denen sie wachsen. Wichtig für diese Wiesen ist eine geringe Mähfrequenz und den Verzicht auf Düngung.

Dieses Produkt ist im Kräuterlädchen des Kräuterhauses Nagel erhältlich, teils auf regionalen Märkten beispielsweise beim Kräuterfest in Nagel.

Informationen zum Natura 2000 -Gebiet, aus dem die Produkte kommen

Regierungsbezirk: Oberfranken
Name: Bergwiesen im südlichen Fichtelgebirge
Gebietsgröße: 385 ha
Besonderheit: Extensive Flachland- und Bergmähwiesen, Feuchtgebiete mit Moorcharakter, montane Borstgrasrasen

Das FFH-Gebiet „Bergwiesen im südlichen Fichtelgebirge“ befindet sich im Bereich des West- und Nordkamms des Hohen Fichtelgebirges und hat eine Größe von 385 ha verteilt auf fünf Gemeinden. Neben Mehlmeisel entfällt ein Großteil der Flächen auf den staatlich anerkannten Erholungsort Nagel. Mit 23% der Gemeindefläche hat Nagel anteilig die meisten FFH Flächen in Bayern. Die Ausweisung und der Artenreichtum der Wiesen war ausschlaggebend für die Gründung des Kräuterdorfs Nagel.

Im Naturpark Fichtelgebirge gelegen ist das Herzstück das Naturdenkmal „Nagler See“, in dessen Nähe sich auch zwei der Kräutergärten sowie das Haus der Kräuter befinden. Der See wird im Sommer als Badesee und im Winter zum Schlittschuhlaufen genutzt. Die Wanderwege um und durch Nagel laden zu Ausflügen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden in einer abwechslungsreichen Umgebung mit artenreichen Biotopen ein.

Ab 2021 findet im Kräuterdorf Nagel der erste landwirtschaftliche Anbau von Kräutern eines Demeter-Landwirts statt.

Dorf umgeben von Natur und einem See
Kräuterdorf Nagel mit dem Naturdenkmal „Nagler See“ umgeben von artenreichen Wiesen und aus-gedehnten Wäldern (Bild: Manfred Söllner).
Löwenzahn – eine von verschiedenen Wildpflanzen, die für die Herstellung des Frühlingswildkräu-tersalzes verwendet wird (Bild: Patrick Schätzing / Unsplash).

Besonderheiten des Gebiets

Die von extensiver bäuerlicher Nutzung geprägte Mittelgebirgslandschaft des Fichtelgebirges ist nicht nur wunderschön, sondern auch wertvoller Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten. Auf den Bergmähwiesen wachsen neben Bärwurz auch Geflecktes Johanniskraut, Schafgarbe, Blutwurz, Klappertopf, Glockenblumen und Margeriten. Das duftende Ruchgras ist leicht an seinem typischen Heugeruch erkennbar, der Goldhafer an seiner Färbung. Die Übergänge zum artenreichen Borstgrasrasen, auf dem auch die alte Heilpflanze Arnika mit ihren typischen gelben Blüten vorkommt, sind oft fließend. An feuchten Stellen finden sich außerdem Reste von Flachmooren.

Hier finden zahlreiche Insekten eine Heimat, beispielsweise der Violette Feuerfalter; aber auch bedrohte Amphibien wie der Moorfrosch und natürlich viele Vögel, zum Beispiel das Braunkelchen.

Bezugsmöglichkeiten für Produkte, weitergehende Links/Informationen

Hinterlasse eine Kommentar

vier × zwei =

top