Der ursprünglich gestaltete Außenbereich des Sommerschlosses der Kurfürstin Henriette Adelaide wurde im Laufe der Jahre immer wieder ergänzt und erweitert. Ab 1804 wurde die Anlage bis auf das Schlossrondell und die Achse entlang des Kanals von Ludwig Sckell in einen großzügigen Landschaftspark umgestaltet. Es entstanden die großzügigen Wasserflächen und die vielfältige Geländemodellierung. Der hohe Wert des im Herzen der Großstadt Münchens liegenden Nymphenburger Schlossparks liegt, abgesehen von der kulturellen Bedeutung auch in seinem Erholungswert und den landschaftlichen Reiz. Er bietet Ausflugsziele wie zu den verschiedenen Parkburgen wie die Badeburg oder die Amalienburg, zu den Seen wie den Pagodenburger See und lädt zu Spaziergängen entlang der historischen Kanäle und über schöne Brücken ein. Das Prinzip Sckells der Landschaftsinszenierung mit den abwechselnden Landschaftselementen wie Wald, offene Wiesenlandschaften und Wasserbereichen bietet dem Besucher auf kurzem Wege vielfältige Naturerfahrungen. Aussichten und Durchsichten laden zum Weitererkunden ein. Die vielfältigen Strukturen bieten aber auch vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum.
Ein Großteil der Parkfläche ist mit laubholzreichen Gehölzbeständen mit naturnahen Bestandsaufbau bestockt. Es gibt eine Vielzahl von Waldarten nebeneinander. Die alten Bäume bieten Lebensraum für Höhlenbrütern, Fledermäusen sowie alt- und totholzbewohnenden Insekten wie den streng geschützten Eremiten. Bisher wurden allein ca. 200 verschiedene Vogelarten kartiert. Unter anderem lassen sich Brutvögel wie Baumfalke, Sperber, Eisvogel, verschiedene Spechtarten und der schon berühmte Waldkauz gut beobachten. Im Winter finden sich besondere Arten wie Seidenschwänze ein. In den Wiesen leben verschiedene schöne Schmetterlingsarten und an den Gewässern kann man Amphibien wie den Grasfrosch, Fische, Muscheln und verschiedenste Libellenarten beobachten.
Gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Begehbar durch verschiedene Eingänge aus allen Richtungen.