Idyllisch am Ufer situierter Monopterus
Idyllisch am Ufer situierter Monopterus (Bild: geigerfilmandphotography).

Hotspot: Nymphenburger Park

Der ursprünglich gestaltete Außenbereich des Sommerschlosses der Kurfürstin Henriette Adelaide wurde im Laufe der Jahre immer wieder ergänzt und erweitert. Ab 1804 wurde die Anlage bis auf das Schlossrondell und die Achse entlang des Kanals von Ludwig Sckell in einen großzügigen Landschaftspark umgestaltet. Es entstanden die großzügigen Wasserflächen und die vielfältige Geländemodellierung. Der hohe Wert des im Herzen der Großstadt Münchens liegenden Nymphenburger Schlossparks liegt, abgesehen von der kulturellen Bedeutung auch in seinem Erholungswert und den landschaftlichen Reiz. Er bietet Ausflugsziele wie zu den verschiedenen Parkburgen wie die Badeburg oder die Amalienburg, zu den Seen wie den Pagodenburger See und lädt zu Spaziergängen entlang der historischen Kanäle und über schöne Brücken ein. Das Prinzip Sckells der Landschaftsinszenierung mit den abwechselnden Landschaftselementen wie Wald, offene Wiesenlandschaften und Wasserbereichen bietet dem Besucher auf kurzem Wege vielfältige Naturerfahrungen. Aussichten und Durchsichten laden zum Weitererkunden ein. Die vielfältigen Strukturen bieten aber auch vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum.

Blick auf einen der zahlreichen historischen Kanäle
Blick auf einen der zahlreichen historischen Kanäle (Bild: geigerfilmandphotography).

Informationen zum Natura 2000-Gebiet

Regierungsbezirk
Oberbayern
Gebietsbezeichnung
FFH-Gebiet 7834-301 „Nymphenburger Park mit Allee und Kapuzinerhölzl“
Gebietsgröße
183 ha (davon der Schlosspark 141 ha)
Besonderheit
Besonderes Naturjuwel im Herzen Münchens. Großzügiger Landschaftspark mit zahlreichen historischen Elementen. Artenreiche alte Gehölzbestände, Wiesen, Seen und Kanäle. Engmaschiges und weitläufiges Wegenetz. Besonders gut geeignet zur Beobachtung unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt

Besonderheiten des Gebiets

Ein Großteil der Parkfläche ist mit laubholzreichen Gehölzbeständen mit naturnahen Bestandsaufbau bestockt. Es gibt eine Vielzahl von Waldarten nebeneinander. Die alten Bäume bieten Lebensraum für Höhlenbrütern, Fledermäusen sowie alt- und totholzbewohnenden Insekten wie den streng geschützten Eremiten. Bisher wurden allein ca. 200 verschiedene Vogelarten kartiert. Unter anderem lassen sich Brutvögel wie Baumfalke, Sperber, Eisvogel, verschiedene Spechtarten und der schon berühmte Waldkauz gut beobachten. Im Winter finden sich besondere Arten wie Seidenschwänze ein. In den Wiesen leben verschiedene schöne Schmetterlingsarten und an den Gewässern kann man Amphibien wie den Grasfrosch, Fische, Muscheln und verschiedenste Libellenarten beobachten.

Lohnende Ausflugsziele im Gebiet (Naturerlebnis, Umweltbildung, aktives Naturerlebnis)

Altbaum am Pagodensee
Altbaum am Pagodensee (Bild: geigerfilmandphotography).
  • wunderschöne Spaziergänge entlang der naturnah gestalteten Bachläufe mit kleinen Wasserfällen, rund um die Seen oder entlang der Kanäle durch Wälder und Wiesen
  • Wanderungen zu den historischen Parkelementen
  • Besuch des Schlosses, der Sckell Ausstellung im Geranienhaus, des Museums Mensch und Natur, des Botanischen Garten, des Cafés im Palmenhaus oder der Schlosswirtschaft Schwaige
  • Schifffahrt in einer Gondel (muss vorher gebucht werden)
  • Besuch der Veranstaltungen wie Sommerkonzert oder Poetenkreis
  • verschiedenen Führungen wie vogelkundliche Exkursionen auch für Familien

Wanderwege und Karten

Gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Begehbar durch verschiedene Eingänge aus allen Richtungen.

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