Das Mangfallgebirge südlich des Schliersees und Tegernsees hat viele Naturjuwelen zu bieten. Dieser Voralpen-Gebirgsstock beherbergt über 1400 Tier- und 2000 Pflanzenarten. Dies ist der besonderen Vielfalt an seltenen Lebensräumen zu verdanken. Aufgrund der geologischen Besonderheit der Region (tektonische Hebungs- und Senkungsvorgänge während der Alpenauffaltung, eisfreie Gipfelregionen während der letzten Eiszeit) hat sich eine außergewöhnlich hohe Artenvielfalt entwickelt mit zahlreichen botanischen Besonderheiten wie beispielsweise im Rotwandgebiet. Einzelne felsige Gipfelregionen überragen die Latschenzone und strukturreiche Almweiden, welche seltenen Vogelarten wie dem Birkhuhn einen Rückzugsraum bieten. Die lichten Bergwälder und Almweiden beherbergen weitere Vogelarten, die an das raue Klima des Gebirges angepasst sind. In den Talböden befinden sich Feuchtwiesen und Moore sowie Buckelweiden, welche neben floristischen Raritäten auch seltene Schmetterlinge aufweisen können. Durch diese Alpenlandschaft ziehen sich Gebirgsbäche in Schluchten und Gräben wie Lebensadern und stellen eine wichtige Verbindung der Bergregionen über Weißach, Mangfall und Leitzach ins Alpenvorland und letztlich zum Inn dar.