Kloster Benediktbeuern
Kloster Benediktbeuern mit Loisach – Kochelsee – Mooren und Kochelsee sowie Jochberg, Kesselberg, Herzogstand und Heimgarten im Hintergrund (Bild: Simon Mayr).

Hotspot: Loisach-Kochelsee-Moore

Im Übergang zwischen Voralpenland und Alpen gelegen, erstrecken sich die Loisach-Kochelsee Moore zwischen Penzberg und dem namensgebenden Kochelsee. Die Loisach durchfließt dieses seit Ende der letzten Eiszeit vor mehr als 15.000 Jahren entstandene Moor. Großteils befindet sich das Gebiet im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sowie in den Landkreisen Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen. Seit mehr als 200 Jahren wird das Moor kultiviert und großflächig als Wiesenlandschaft genutzt. In den feuchten Niedermoorbereichen sind dadurch blütenreiche Streuwiesen entstanden, die jedes Jahr nur einmal im Herbst gemäht werden. In den sehr nassen Bereichen sind Moorwälder oder sogar Hochmoore entstanden. Trotz Entwässerung über Gräben und Drainagen sowie der Begradigung und mehrmaligen Tieferlegung der Loisach blieben Feuchtlebensräume mit einer sehr hohen Vielfalt an Pflanzen und Tieren erhalten.

Braunkehlchen Männchen
Braunkehlchen Männchen (Bild: R. Schmidt).

Informationen zum Natura 2000-Gebiet

Regierungsbezirk
Oberbayern
Gebietsbezeichnung
FFH-Gebiet 8334-371 „Loisach-Kochelsee-Moore“
Gebietsgröße
1967 ha
Besonderheit
Bundes- und landesweit bedeutsames Moorgebiet. Bedeutendes Brutgebiet für Wiesenbrüter (Bekassine, Braunkehlchen, Wiesenpieper). Beeindruckendes Bergpanorama (Benediktenwand, Jochberg, Kesselberg, Herzogstand, Heimgarten)

Besonderheiten des Gebiets

Im malerisch gelegenen Umfeld des Klosters Benediktbeuern, dem Kochelsee und den ansteigenden Bergen wie Benediktenwand und Heimgarten breitet sich eine historische Kulturlandschaft aus, die der sich Lebensraum für seltene Pflanzen wie Sumpfgladiole, Schwertlilie und zahlreiche Orchideenarten beheimatet. Von landesweiter Bedeutung ist diese Landschaft für bodenbrütende Vogelarten wie den Großen Brachvogel, das Braunkehlchen und das Schwarzkehlchen. Mehr als 200 Vogelarten als Gast- und Brutvögel kommen hier vor.

Lohnende Ausflugsziele im Gebiet (Naturerlebnis, Umweltbildung, aktives Naturerlebnis)

Schmetterlinge
Schmetterlinge (Bild: E. Pleyl).
Kloster Benediktbeuern
Zentrum für Umwelt und Kultur Benediktbeuern e.V. (ZUK)
Bildungs- und Tagungszentrum, das ganzjährig vielfältige (Umwelt-)Bildungs- und Kulturangebote für Kinder, Erwachsene und Gruppen anbietet; Natur erfahren können Besucher rund um das Kloster Benediktbeuern in naturnahen Gärten und einem Naturlehrgebiet mit Lehrpfaden, Erlebnisbiotopen, Beobachtungsstationen und der Vogelstation Moosmühle
Natursommer im Loisachtal“
Die drei Loisachtalgemeinden Bad Heilbrunn, Benediktbeuern und Kochel a. See bieten in Zusammenarbeit mit dem ZUK im Kloster Benediktbeuern ein Natur- Erlebnis-Programm an (z.B. Tümpelsafari, Nachtwanderung durch das Moor, Fledermaus- oder Vogelstimmenexkursion, Bibererlebnis, Kräuterführung etc.)
Rundtour von Benediktbeuern
Moos-Rundweg 2 (6 km), Benediktbeuern – Kochel – Schlehdorf – Triftkanal und zurück ins Klosterdorf (23,5 km). Die längeren Touren können mit einem Besuch des Freilichtmuseum Glentleiten verbunden werden. Zum Schutz der Vogelarten, die auf den Wiesen brüten, dürfen in der Zeit von 20.3. – 15.7. jeden Jahres nur die in der Karte unten gekennzeichneten Wege betreten werden. Hunde müssen hierbei an die Leine.

Wanderwege und Karten

Weiterführende Links